Pinhole… Digital!

Eigentlich bin ich ja ein Fan der analogen Fotografie!

Allerdings nicht mit einer 08/15 Kleinbildkamera, sondern in anderen Negativgrössen. Ich selbst besitze eine Lochkamera (Pinhole, Camera Obscura) von Zero , die mir sehr viel Freude macht und mit herkömmlichem Rollfilm (120) zu bestücken ist. Einzig das Fehlen eines geeigneten Scanners verhindert die Ausstellung der Bilder auf dieser Seite.

Soweit so gut, genug vorerst davon.

Neulich habe ich beim Rumstöbern ein lustiges Gimmick bei Amazon gefunden: einen Pinhole- Vorsatz von „Rising Pinhole“. Eigentlich nix Besonderes, eventuell sogar zum Selberbasteln… aber was kostet die Welt- im Vergleich zu einem Flugzeugträger ? – also bestellt und bekommen. Es handelt sich dabei um einen Kameradeckel (also das Ding, das auf der Cam sein sollte wenn kein Objektiv angeschraubt ist), mit einem 0,2mm grossen Loch in der Mitte. Fertig. Laut Beschreibung sollte das eine Blende von f/216 und eine „Brennweite“ von 50mm ergeben, mittlere Verschlußzeit bei Sonnenschein und ISO 100 ca. 3 Sekunden.

Gestern hab ich damit die ersten Versuche gestartet. Ehrlich gesagt, es sieht etwas eigenwillig aus. Ein Typ, der auf seiner Nikon D700 vergessen hat ein Objektiv zu schrauben, läuft in Frauenhofen bei Horn bei der Kirche rum und macht auf wichtig… samt Stativ und so.

Das Ergebnis gefällt mir eigentlich schon „Out-of-the-Cam“ schon ganz gut, einen kleinen Nachteil hat die Sache allerdings: aufgrund der kleinen Blende treten sämtliche Staubkörnchen am Sensor unbarmherzig ans Licht… wort- wörtlich gesprochen! Man glaubt ja nicht, was sich da an Schmutz am Sensor tummelt!! Seit gestern ist die Sensorreinigungs- Funktion bei meiner Nikon jedenfalls immer eingeschaltet… Aber jetzt schaut euch einmal die Originalbilder an. Nix bearbeitet, nur in Adobe Lightroom ohne Anpassungen zu JPEGs konvertiert und fertig:

[smugmug url=“http://kremser26.smugmug.com/hack/feed.mg?Type=gallery&Data=21641686_hnnhvP&format=rss200″ imagecount=“100″ start=“1″ num=“100″ thumbsize=“Th“ link=“lightbox“ captions=“true“ sort=“true“ window=“false“ smugmug=“false“ size=“L“]

Mit Lightroom (oder einem anderen Programm zur Bildbearbeitung) hat man mit diesem Ausgangsmaterial noch zig Möglichkeiten, was daraus werden soll.

Eins vorweg für Leute die erst mit Bildbearbeitung beginnen oder keine Zeit für aufwendige Retousche haben: Pinhole- Aufnahmen müssen weder besonders scharf noch besonders brilliant sein. Auch das Motiv ist in Wirklichkeit nicht besonders wichtig für eine gelungene Aufnahme, einzig alleine der Faktor Spaß und die Bildwirkung ist entscheidend 😉 !

Folgend seht ihr meine bearbeiteten Bilder. Die Sensorflecken sind zwar immer noch drin, aber eigentlich gehören sie zum Bild 😉

[smugmug url=“http://kremser26.smugmug.com/hack/feed.mg?Type=gallery&Data=21642235_vN9qsT&format=rss200″ imagecount=“100″ start=“1″ num=“100″ thumbsize=“Th“ link=“lightbox“ captions=“true“ sort=“true“ window=“false“ smugmug=“false“ size=“L“]

Veröffentlicht von

Robert Mair

Gelernter Elektriker, danach im Hochspannungsbereich und schließlich den Berufstraum erfüllt: Lokführer. Seit 2003 mach ich führe ich alle Arten von Zügen, seit 2009 im Bereich St. Pölten. Fotografie ist zu einer grossen Leidenschaft geworden, deren Ergebnisse ich hier präsentiere.

Ein Gedanke zu „Pinhole… Digital!“

Schreibe einen Kommentar zu floliloli Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*